IAS Yazýlým - Industrial Application Software

Anywhere at any time Java macht ERP betriebssystem- und ortsunabhängig



Aðustos 2001

Neben der bisherigen ERP-Lösung bietet IAS nun eine betriebssystemunabhängige Java-Version an. Ihre Vorteile: Die Hardwareressourcen lassen sich besser nutzen und die Performance ist deutlich gesteigert. Zudem kann der Anwender auf jedem Rechner über das Internet von jedem Ort aus in dem ERP-System arbeiten.



Die hohe Bedeutung der Präsenz eines Unternehmens im Internet, um den Anforderungen des globalen Wettbewerbs gerecht zu werden, steht heute nicht mehr in Frage. Um diese Herausforderung effektiv zu realisieren, ist die Programmiersprache Java zu einem der wichtigsten Instrumente geworden. Einst für Haushaltsgeräte (u.a. als Hilfsmittel zum Betrieb von Kaffeemaschinen) konzipiert, gehört Java heute zum Standard, um Shopkonzepte und damit das komplette e-business effektiv und ohne großen Aufwand umzusetzen.
Die Kombination dieser Programmiersprache mit einer modernen ERP-Standardsoftware versetzt Unternehmen in die Lage, externe und interne betriebswirtschaftliche Abläufe komplett abzubilden und zu optimieren, auf Marktanforderungen und -änderungen schneller und flexibler reagieren zu können, d.h. globales Supply-Chain-Management und E-Commerce zu betreiben.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, erweitert die Industrial Application Software GmbH Anfang nächsten Jahres ihr Produktportfolio um eine Java-Version ihrer ERP-Lösung. Dabei umfasst die Java-Funktionalität der IAS-Software nicht nur einzelne Programmteile, sondern das gesamte betriebswirtschaftliche Standardsoftwarepaket (mit den Modulen PPS, Logistik, Finanzwesen und Instandhaltung).

Mit der Java-Version lassen sich die vorhandenen Hardewareressourcen speziell im Server-Bereich noch effizienter ausnutzen. Durch eine optimierte Lastverteilung zwischen Server und Client wird nochmals eine deutliche Performancesteigerung erreicht. Es besteht u.a. die Möglichkeit, am Client nur die Bildschirmverwaltung durchzuführen und somit Terminals oder ThinClients einzusetzen. Dadurch lassen sich nochmals Kosten einsparen. Die Hardwarekosten lassen sich auf ein Minimum reduzieren, denn der Rechnerbestand muss nicht fortwährend auf die aktuelle Technik aufgerüstet werden. Auf der Softwareseite ist die Java-Version in drei Komponenten aufgeteilt. Die Server-Applikation ist für die Übermittlung und Bearbeitung der Abfragen, die über die Client-Komponente eingehen zuständig, und führt zentral die Datenbankabfragen aus. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Betriebssystem die Serverkomponente aufsetzt und welches Betriebssystem sich auf dem Client-Rechner befindet. Auch Datenbanken sind dank JDBC-Schnittstelle nicht eingeschränkt. Im Inter- oder Intranet kann die Client-Komponente entweder lokal auf dem Rechner vorinstalliert werden, oder es werden bei Verbindung mit dem System die notwendigen Klassendaten vom Web-Server geladen. So kann der Anwender, Internetzugang vorausgesetzt, ohne zusätzlichen Aufwand von jedem Ort aus seiner Arbeit nachgehen, egal welcher Rechner ihm zur Verfügung steht. Einzige Bedingung ist ein Browser, der die Java-Runtime-Umgebung unterstützt, was aber als Plug-in jederzeit hinzugefügt werden kann. Notwendige Sicherheitsstandards werden durch eine Rechtevergabe bis auf Feldebene gewährleistet, dabei werden Sicherheitszonen aus der Java-Standardfunktionalität übernommen.

Zu den Funktionalitäten der IAS-ERP-Softwarelösung sind bei der Java-Version weitere, für die heutigen Anforderungen wesentliche Schlüsselfaktoren, hinzugekommen. So werden die Kunden räumlich unabhängig und können Niederlassungen oder Homeoffice-Arbeitsplätze ins Gesamtsystem einbinden, da mit Browsern (egal welchem) via Intra- und Internet auf den Applikations- / Datenbankserver zugegriffen werden kann.

Java reduziert die Hardwarekosten

Weiterhin ist für Unternehmen, die ihre Marktanteile und Rentabilität erhöhen wollen, die Optimierung der Logistikkette eine entscheidende Voraussetzung. Durch die Java-Applikation wurden die besten Voraussetzungen für das konsequente globale Supply Chain Management geschaffen. Dadurch wird das Zusammenspiel aller an dem Wertschöpfungsprozess beteiligten Unternehmen und Geschäftsbereichen optimiert. Das Supply-Chain-Management zielt darauf ab, durch den Informationsfluss zwischen den Beteiligten eine Transparenz der Logistikkette und damit eine schnellere Plananpassung, gute Kapazitätsauslastung und Reaktionsfähigkeit mit minimalen Beständen zu schaffen, egal ob intra-enterprise, extended enterprise oder inter-enterprise.

Zudem können die Unternehmen ihre internen betriebswirtschaftlichen Abläufe für Kunden und Lieferanten transparenter gestalten. Selbstverständlich auf eine sichere Art und Weise, nämlich über entsprechende Firewalls und Zugangsberechtigungen. Java ist generell eine sehr sichere Sprache, die keine unkontrollierten Zugriffe auf Systemdateien oder Speicherbereiche erlaubt. Ebenso kann die Kommunikation mit fremden Hosts beschränkt und überwacht werden.

Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt die Realisierung des IAS-Shop-Konzeptes dar. Mit dem Shopkonzept erschließen viele Unternehmen sich einen wichtigen und eigenständigen Vertriebsweg, um ihre Produkte global über das Internet zu vertreiben. Durch die Integration in das Gesamtsystem werden alle logistischen Funktionalitäten mit dem IAS-ERP-System abgewickelt.

Das ERP-System beim Anwender

Die Dörrenberg Edelstahl GmbH in Engelskirchen, 1860 gegründet, beschäftigt in ihren vier Geschäftsbereichen Edelstahl, Oberflächentechnik, Feinguß, Formguss und Schmiedeblöcke über 460 Mitarbeiter und erzielte 1998 einen Umsatz von 137,8 Mio. DM. 1997 entschied sich das Unternehmen, die unter BS-2000 laufende Lösung IS der SNI durch die ERP-Lösung von IAS zu ersetzen. Die IAS-ERP ist in der Lage, die unterschiedlichen Aufgabenstellungen in den vier Geschäftsbereichen differenziert und gleichzeitig integriert abdecken zu können. Zudem liefert IAS den Sourcecode aus, was es ermöglicht, selbst individuelle Dialoge zu generieren, Listen anzupassen und Add-Ons zu entwickeln, ohne die Releasefähigkeit zu gefährden. Bei Dörrenberg mussten völlig unterschiedliche Produktionsabläufe, z.B. aus der Gießerei, Oberflächenbehandlung, Edelstahlbe- und verarbeitung, mit einer ERP-Software und einer Installation abgebildet werden. Heute können die Anwender den Kunden-/Lieferantenstamm, den gesamten Einkauf oder Vertrieb, getrennt nach den Geschäftsbereichen bearbeiten und verwalten. Gemeinsame Daten (z.B. Adressen) stehen aber allen Bereichen gemeinsam zur Verfügung. Zwei Auswertungsarten können genutzt werden: Einmal kann jede Abteilung die nur für sie relevanten, individuellen Daten ausdrucken. Zum anderen kann sich jeder Anwender eigene Abfragen definieren und damit Ad-Hoc-Auswertungen vornehmen. Preisberechnungen erfolgen unter Verwendung von technischen Parametern und speziellen Berechnungsformeln, die in Prüftabellen hinterlegt sind. Die Fertigungsaufträge werden aus allgemeinen Arbeitsplänen erzeugt und mit technischen Daten aus den Vertriebsdokumenten ergänzt. Die Produktionssteuerung wurde in den Geschäftsbereichen unterschiedlich stark an den Vertrieb gekoppelt. Hier reicht das Spektrum von der klassischen MRP bis zur direkten Erzeugung von Fertigungsaufträgen aus dem Vertrieb heraus.

Mit der ERP-Software arbeiten derzeit in der Buchhaltung etwa 15, im Bereich Gießereitechnik 60, im Bereich Edelstahl 25 und im Bereich Oberflächentechnik 20 Anwender.

Computer @ Produktion, Ausgabe 11-12/99,
© Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH, Leinfelden-Echterdingen


www.computer-produktion.de

(Almanca) IT&PRODUKTION, Ausgabe I/2001, © TeDo-Verlag GmbH, Marburg

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